Patriot =
Neonazi?
Durch
die bei Wikipedia veröffentlichte politische Kampfschrift wider den Rouhs und
andere einschlägige Hetzartikel zieht sich wie ein roter Faden der Versuch,
jede positive Bezugnahme auf Deutschland mit dem Dritten Reich in Verbindung
zu bringen. „Deutschland ist Hitler und Hitler ist Deutschland“, hatte einst
Propagandaminister Joseph Goebbels verkünden lassen. Die Gegner eines neuen
deutschen Patriotismus greifen diese Losung dankbar auf und versuchen, mit
Hitler auch Deutschland für erledigt zu erklären.
Wer
sich also für Deutschland engagiert, wird als Neonazi an den Pranger gestellt.
Im Umkehrschluß greift eine kleine Minderheit von jungen Deutschen diesen
Ansatz auf und fügt sich in die von Teilen der Massenmedien und des
politischen Apparates vorgegebene Rolle: Sie wollen von Deutschland nicht
lassen und suchen deshalb die Identifikation mit dem historischen
Nationalsozialismus, aus dessen ästhetischem, politischem und rhetorischem
Repertoire sie einige Versatzstücke herausgreifen und adaptieren. So schaukeln
sich beide Seiten gegenseitig hoch: die Gutmenschen, manche mit Medien-Zugang,
auf der einen und die „Neonazis“ auf der anderen Seite. Sie brauchen, suchen
und finden einander. Mini-Aufmärsche von 20 oder 30 Halbwüchsigen im Addi-Look
können eine bundesweite mediale Reaktion hervorrufen, ohne daß das einer der
Beteiligten peinlich oder komisch findet.
Holzschnittartig werden Schein-Alternativen aufgebaut. Der „Neonazis“, selbst
ein Geschöpf der Gutmenschen und ihrer Medien, scheint die - denkbar
unattraktive - Alternative zu den bestehenden politischen Verhältnissen zu
verkörpern. Da bleibt der brave Bürger doch lieber beim Altbewährten und
schreckt vor einem Votum für politische Veränderungen zurück.
Wer den
Klischees nicht entspricht, bleibt ausgeblendet, wird totgeschwiegen, und
sobald man ihn nicht mehr totschweigen kann, dann preßt man ihn krampfhaft ins
„Schema F“ hinein. „F“ wie Feindbild. Der Feind steht rechts, er ist ein
„Neonazi“!
Da ist
kein Platz für einen zukunftsorientierten, freiheitlichen, demokratischen
Patriotismus. „Deutschland ist Hitler und Hitler ist Deutschland“ - Goebbels
feiert einen späten Triumph. Auch bei Wikipedia, der angeblichen Enzyklopädie,
die den 1945 aus dem Leben geschiedenen Reichsminister für Volksaufklärung und
Propaganda als „einflussreichsten und
populärsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus“ feiert.
Eine
Armee von Fälschern und Tricksern macht mit, wenn es darum geht, Deutschland
mit Hitler gleichzusetzen. Da darf Wikipedia nicht abseits stehen. „Links,
zwo, drei, vier ...“ - Wikipedia marschiert im Gleichschritt mit. Die Reihen
fest geschlossen ...
ZURÜCK
ZUM SEITENANFANG
.